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Mimir
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Mimir (altnordisch MĂmir) ist ein Wesen der nordischen Mythologie, das eine der Quellen unter dem Weltenbaum Yggdrasil hĂŒtet. Wissen, Weisheit und Weissagungsgabe Mimirs sind so berĂŒhmt, dass selbst Odin eine enge Bindung zu ihm pflegt, um seinen Rat zu erlangen.cite-ref-1[1]
Contents
âą Quellen
âą Edda
âą Ynglinga saga
âą Ăulur
âą Forschung
âą Etymologie
âą Walvaters Pfand
âą Mimirs Haupt
âą Deutung
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Quellen
Edda
Die Mythen um Mimir stammen aus unterschiedlichen Quellen der altnordischen Literatur, doch im Kern sind sie bereits im Àltesten Text der Lieder-Edda, der Völuspå, enthalten, deren Wurzeln noch bis in vorchristliche Zeit reichen.
Danach entspringt unter dem Weltenbaum Yggdrasil die Quelle der Weisheit. Sie ist eine der drei Urquellen in der nordischen Mythologie. In ihrer NĂ€he befindet sich das Gjallarhorn des Gottes Heimdall, das in allen Welten ertönt, wenn man in es hineinblĂ€st. Mimir ist der HĂŒter der Quelle, die daher Mimirs Brunnen genannt wird. Jeden Morgen trinkt er Met aus ihr.cite-ref-2[2]
Odin erwirbt sich Weisheit, weil er ebenso aus dem Brunnen des Mimir trinkt. Allerdings muss er zuvor dafĂŒr ein Auge opfern und in den Brunnen legen (Walvaters Pfand). Seitdem war Odin einĂ€ugig.cite-ref-3[3] Trotz seines Weisheitstrunks wendet sich Odin noch ratsuchend an Mimirs Haupt, als die Ordnung der Welt in Gefahr gerĂ€t und den Göttern der Untergang droht (die Ragnarök).cite-ref-le46-4-0[4] Wie es dazu kam, dass Mimir geköpft wurde, beschreibt die VöluspĂĄ jedoch nicht.
Snorri Sturlusons Prosa-Edda wiederholt in Gylfaginning die Angaben der Völuspå und ergÀnzt sie. Er sagt, dass die Quelle unter der Wurzel Yggdrasils liegt, die zu den Reifriesen hingeht. Sein Wissen und seine Weisheit erlangt Mimir wie Odin, weil er aus der Quelle trinkt. Das Gjallarhorn dient ihm dabei als Trinkhorn. In einem Punkt weicht Snorri aber wesentlich von der Völuspå ab. Bei ihm reitet in der Zeit der Ragnarök Odin zu Mimirs Brunnen und holt sich dort den Rat Mimirs ein. Mimirs Haupt hingegen erwÀhnt Snorri nicht.cite-ref-5[5]
Hrafnagaldr Ăðins (Odins Rabenzauber), das auch zu den alten nordischen Liedern zĂ€hlt, aber nicht Bestandteil der Lieder-Edda ist, geht im Gegensatz zur Prosa-Edda davon aus, dass Mimir Odin keinen Rat geben kann, damit dieser seinem Schicksal entrinnt und den Untergang der Götter abwendet.
âNirgend haftet Sonne noch Erde, es schwanken und stĂŒrzen die Ströme der Luft. In Mimirs klarer Quelle versiegt die Weisheit der MĂ€nner. WiĂt ihr, was das bedeutet?cite-ref-6[6]â
â
Hrafnagaldr Odins, 5
Das Lied SigrdrĂfomĂĄl, das zu den Heldenliedern der Lieder-Edda gehört, zeigt, dass das Haupt Mimirs nicht nur weise, sondern auch der Runen kundig war. Dort steht Odin mit Mimirs Haupt auf einem Berg, doch nicht Odin spricht, sondern Mimir sagt âklug das erste Wort und nannte wahre Runen.âcite-ref-7[7]
Die Völuspå spricht auch von Söhnen Mimirs, ohne diese nÀher zu bestimmen.cite-ref-le46-4-1[4]
Ynglinga saga
Die Ynglinga saga, Snorri Sturlusons mythische Einleitung in seine Geschichte des norwegischen Königtums (Heimskringla), geht nicht nur auf die NĂ€he Odins zu Mimir ein, sondern erzĂ€hlt auch eine Geschichte, wie Mimirs Haupt den Rumpf verlor: Nach dem Krieg der Asengötter gegen Wanengötter stellen die Asen Mimir und Hönir als Geiseln als Friedenspfand. Ăber Hönir sagen die Asen, er tauge als AnfĂŒhrer. Die Wanen bemerken aber bald, dass Hönir keine Entscheidung ohne seinen Ratgeber Mimir trifft. Sie köpfen deshalb den Weisen und schicken sein Haupt den Asen zurĂŒck. Odin konserviert den Kopf daraufhin mit ZaubersprĂŒchen und KrĂ€utern, um von ihm weiterhin Weissagungen und Botschaften aus den anderen Welten zu erhalten. Die Gaben Mimirs sind ihm so wichtig, dass er dessen Haupt stets bei sich trĂ€gt.cite-ref-8[8]
Ăulur
Forschung
Der nicht homogene und stellenweise widersprĂŒchliche literarische Quellenbefund fĂŒhrte in der Forschung zu sehr unterschiedlichen Positionen, wie Mimir und seine Mythen zu verstehen sind. Nicht alle der aufgeworfenen Fragen konnten bis heute befriedigend beantwortet werden.
Etymologie
In der Deutung des Namens Mimir, altnordisch MĂmir, teilt sich die Forschung in zwei Lager.
Nach der einen Meinung ist Mimir eng mit Weisheit und Erinnerung verbunden und bedeutet in etwa âder, der sich erinnertâ.cite-ref-9[9] Der Name ist demzufolge verwandt mit altenglisch mimorian, niederlĂ€ndisch mijmeren âsinnen, in Gedanken verloren seinâ, lateinisch memor âeingedenk, sich erinnerndâ und wird zurĂŒckgefĂŒhrt auf die indogermanische Wortwurzel *smer-, *mer- âgedenken, sich erinnernâ.cite-ref-10[10]
FĂŒr die andere Meinung ist der Name verwandt mit norwegisch meima âmessenâ, altenglisch mÄmrian âgrĂŒbelnâ und leitet sich von indogermanisch *mer- âmessenâ her mit der Bedeutung âMessender, Sinnenderâ oder âder, der das Schicksal misstâ.cite-ref-11[11]
Natur und Abstammung
Die Natur Mimirs kann nicht zweifelsfrei bestimmt werden. Er ist entweder ein Riese (Thurse) oder eine Gottheit. Zu seiner Natur Ă€uĂern sich nur die Ăulur. Dort wird Mimirs Name unter den Beinamen der Riesen aufgefĂŒhrt. Jedoch gibt ihm die Ynglingasaga die gleiche Stellung wie dem Gott Hönir, so dass auch vertreten wird, Mimir sei Ă€hnlich Loki selbst eine Gottheit. Gleicher Rang fĂŒhrt jedoch noch nicht zwingend zur selben Natur. Auch sonst erscheint er oder sein Name in der altnordischen Literatur durchweg riesenhaft.cite-ref-12[12] Dazu gehören mehrere zusammengesetzte Personennamen mit Mimir als Grundwort, die eindeutig Riesen bezeichnen, beispielsweise Sokkmimir (ein sonst unbekannter Riese) oder Brekkmimir (Beiname des Riesen Geirröd).
Zu seiner Abstammung schweigt die Ăberlieferung. Er könnte der Sohn des Vorzeitriesen Bölthorn sein, der der Vater von Odins Mutter Bestla ist.cite-ref-13[13] Mimir wĂ€re demnach der Oheim Odins. Diese Ansicht stĂŒtzt sich auf eine Stelle im HĂĄvamĂĄl, in der Odin seine Zauberrunenlieder einfĂŒhrt:
âNeun mĂ€chtige Lieder lernt ich vom berĂŒhmten Sohn Bölthorns, Bestlas Vater, [âŠ]cite-ref-14[14]â
â
Lieder-Edda:
HĂĄvamĂĄl
, 140
Der Sohn Bölthorns wird in der nordischen Mythologie sonst nicht genannt. FĂŒr Mimir spricht seine Weisheit, die Odin immer wieder suchte, und seine Zauberrunenkunde, die geheimes und verborgenes Wissen voraussetzt. Letzten Endes bleibt die Verwandtschaft mit Odin aber reine Spekulation.cite-ref-di42-15-0[15]
Mimirs Brunnen und der Weltenbaum
Obwohl die VöluspĂĄ sagt, dass Mimir aus seinem Brunnen Met trinke, geht die Forschung ĂŒberwiegend davon aus, dass der Brunnen Mimirs Wasser enthĂ€lt. Doch ist Met nicht nur ein bloĂes Rauschmittel, sondern auch ein Weisheitstrank, der es erlaubt, besonderes Wissen zu erlangen, so wie es der Mythos vom Diebstahl des Dichtermets durch Odin nahelegt.cite-ref-di42-15-1[15] Von der Ziege Heidrun am Baum LĂ€rad, der mit dem Weltenbaum Yggdrasil gleichgesetzt wird, heiĂt es im Lied GrĂmnismĂĄl, sie spende den Odin geweihten Einherjern Met.cite-ref-16[16] Auch wenn dieses mythische Bild aus vergleichsweise spĂ€ter Zeit stammt, weist es zumindest auf eine Verbindung zwischen Weltenbaum, an dessen FuĂ Mimirs Brunnen liegt, Göttervater und Rauschtrank hin.
Die NĂ€he zwischen Mimir und dem Weltenbaum wird in der nordischen Mythologie nicht nur durch Mimirs Quelle deutlich. Die Forschung geht davon aus, dass der Name Mimirs auch verwendet wurde, um den Weltenbaum zu umschreiben. Allgemein anerkannt ist, dass der Baum Mimameidr âBaum des Mimiâcite-ref-17[17] Yggdrasil entspricht. Manche Forschercite-ref-18[18] vertreten diese Gleichsetzung auch fĂŒr die Wendung in holti HoddmĂmis âim Wald des Goldmimirâ,cite-ref-19[19] womit das Gehölz gemeint ist, in dem sich die zwei Menschen verstecken, die zusammen mit ĂŒberlebenden Göttersöhnen nach den Ragnarök an einem neuen Weltzeitalter teilhaben werden.cite-ref-20[20]
Neben Mimirs Brunnen entspringen in der nordischen Mythologie unter Yggdrasil noch der Urdbrunnen und Hvergelmir. Im (indogermanischen) Ursprung waren zumindest die Brunnen von Mimir und der Urd wohl dieselbe Quelle, die wegen verschiedener Mythen auch unterschiedliche Namen erhielt. Sowohl Mimir als auch Urd stehen im Zusammenhang mit Schicksal und Weissagung.cite-ref-21[21]
Walvaters Pfand
Der Mythos von Walvaters Pfand erklĂ€rt in einem mythischen Bild, wie Odin durch den Verlust eines Auges, das ihm Ă€uĂerliches Sehen ermöglicht, das innere Sehen erlangt, die Gabe des Hellsehens oder der Weissagung. Das Motiv Selbstopfer fĂŒr Weisheit findet sich bei Odin noch ein weiteres Mal. Neun NĂ€chte hĂ€ngt er sich an Yggdrasil, um durch Todesqualen an das geheime Wissen der Runen zu gelangen.cite-ref-22[22]
Mimirs Haupt
Immer noch unerklĂ€rt bleibt in weiten Teilen die Ăberlieferung zu Mimirs Haupt. Den wichtigsten Streitpunkt der Forschung bildet dabei die Frage, ob in den Mythen von Walvaters Pfand und Mimirs Haupt von ein und derselben Person die Rede ist. Die nordischen Texte weichen nĂ€mlich in der Namensschreibung bei beiden Mythen voneinander ab. Ist die Rede von Walvaters Pfand, wird MĂmir geschrieben. Geht es um Mimirs Haupt, heiĂt es stets âMĂms hÇ«fuðâ, also hier eigentlich Mimr ohne zweites âiâ. In den nordischen Texten lĂ€sst sich sogar eine dritte Namensform Mimirs aus dem Baumnamen Mimameidr erschlieĂen, dort heiĂt es: Baum des Mimi ohne abschlieĂendes ârâ.
Diese Unterschiede werden durch die ĂŒberlieferten Inhalte noch verschĂ€rft. Nach der VöluspĂĄ spricht Odin zu Beginn der Ragnarök mit Mimrs Haupt, das er laut der Ynglingasaga und dem SigrdrĂfomĂĄl stets bei sich fĂŒhrt. Die Prosa-Edda hingegen lĂ€sst Odin zu Mimirs Brunnen reiten, um Mimir aufzusuchen. Sie setzt offenbar voraus, dass Mimir nicht geköpft ist. Die Verwirrung macht Snorri Sturluson vollkommen, da sich die Prosa-Edda und die Ynglingasaga hier inhaltlich widersprechen, obwohl sie beide aus seiner Hand stammen.
Zahlreiche VorschlĂ€ge wurden gemacht, um beide Mythen in Einklang zu bringen. Teils ging man von zwei verschiedenen mythischen Figuren aus (Jan de Vries). Letztlich sind die unterschiedlichen ErzĂ€hlungen aber weder in Einklang zu bringen, noch handeln sie von zwei verschiedenen Figuren. Beide Mythen haben indogermanische Parallelen, die letztlich auf die Zusammengehörigkeit der beiden Mythologeme sprechen.cite-ref-23[23] So finden sich ErzĂ€hlungen von weissagenden HĂ€uptern in griechischen (zum Beispiel im Orpheus-Mythos) und keltischen Mythen ebenso wie in islĂ€ndischen Sagas.cite-ref-24[24] Der Mythos von Walvaters Pfand findet hinsichtlich der freiwilligen Aufgabe eines Körperteils eine Entsprechung in der nordischen Mythologie, wenn der Gott Tyr freiwillig seine rechte Hand aufgibt. Daneben gibt es eine Parallele in den römischen Legenden um Horatius Cocles und Mucius Scaevola. UnverstĂ€ndlich bleibt die BegrĂŒndung der Ynglingasaga, wie Odin zum Haupt Mimirs kam. In der Forschung ist noch nicht entschieden, ob es sich lediglich um einen mythographischen ErklĂ€rungsversuch aus spĂ€terer Zeit handeltcite-ref-25[25], der möglicherweise nur Snorri Sturlusons eigene Interpretation wiedergibt.cite-ref-da77-26-0[26]
Teilweise wurde sogar vertreten, dass der Mythos vom sprechenden SchĂ€del aus der keltischen Mythologie entlehnt wurde. Da er aber sowohl ein Motiv islĂ€ndischer Sagas als auch der norwegischen und englischen Sagenwelt ist, scheint es sich um eine eigenstĂ€ndige nordische beziehungsweise germanische Ăberlieferung zu handeln.cite-ref-27[27]cite-ref-da77-26-1[26] Diese norwegischen und englischen Varianten sind vielleicht der SchlĂŒssel, um zu erkennen, was das Haupt mit der Quelle zu tun hat. Sie bewahren ein Sagenmotiv, in dem ein SchĂ€del aus einer Quelle emporsteigt, der denen GlĂŒck und Geschenke bringt, die ihm Ehre erweisen.cite-ref-da77-26-2[26]
Naturmythologische Deutungen
Die Ă€ltere Forschung sah in den Mythen frĂŒhe ErklĂ€rungsversuche der Menschen fĂŒr die Erscheinungen, die sie in der Natur beobachteten. Dabei entsprach in der naturmythologischen Deutung das Paar Odin und Mimir den Himmelslichtern Sonne und Mond.cite-ref-28[28] Steht die Sonne am Himmel, dann spiegelt sie sich im Wasser, so dass es scheint, dass im Wasser eine zweite Sonne liegt, nĂ€mlich das Auge, das Odin als Pfand gab.cite-ref-29[29] Da man frĂŒher davon ausging, dass das Wort Mond von der indogermanischen Wortwurzel *mer- âmessenâ stammt,cite-ref-duden-mond-30-0[30] derselben Wurzel, aus der manche Forscher den Namen Mimir ableiten, lag es nahe, Mimir (insbesondere sein Haupt) als mythische Entsprechung des Mondes zu verstehen. Des Weiteren gab es mythisch gesehen zwischen Mimirs Quelle und seinem Haupt keinen Unterschied, da die Quelle als sein Kopf gedeutet wurde.cite-ref-31[31] Mimirs Söhne waren die WasserlĂ€ufe, die aus der Quelle strömen.cite-ref-32[32]
Von vielen dieser naturmythologischen Deutungen ist man inzwischen wieder abgerĂŒckt. Mond und Mimir stammen nicht von derselben indogermanischen Wortwurzel. Mond bedeutet demnach nicht âder Messendeâ, sondern âder Wanderndeâ.cite-ref-duden-mond-30-1[30] Mimirs Haupt ist auch nicht die Quelle Mimirs, da die Vorstellung des weissagenden, geköpften SchĂ€dels sehr alt ist und in Griechenland, in der keltischen Welt und im sibirischen Schamanismus viele Entsprechungen hat.cite-ref-33[33]
Deutung
Der Weltenbaum ist ein mythisches Bild fĂŒr die Schöpfung als Gesamtes. Darin steht Mimirs Brunnen an der Wurzel fĂŒr den Zugang zur tieferen Einsicht in die neun germanischen Welten: die Erinnerung an das, was seit dem Anbeginn der Schöpfung geschehen ist und die Schau, was noch alles zu geschehen hat (Schicksal). Das ist die Quelle der Weisheit.
Ihr HĂŒter ist Mimir, der sich denen, die zu seiner Quelle kommen, vielleicht in Gestalt eines SchĂ€dels zeigt (Mythos von Mimirs Haupt). Das Wissen erwirbt, wer Freundschaft mit dem Riesen schlieĂt und so wie er aus der Quelle trinkt. Doch jeder auĂer dem Weisen hat dafĂŒr ein empfindliches Opfer zu erbringen. Wer mehr Einsicht will, muss eines seiner Augen dafĂŒr verwenden (Mythos von Walvaters Pfand).
Literatur
âą Hilda Roderick Ellis Davidson: Pagan Europe â Early Scandinavian and Celtic Religions. Manchester University Press, 1988, ISBN 0-7190-2579-6. (online)
âą RenĂ© L. M. Derolez: De Godsdienst der Germanen. 1959. (deutsch: Götter und Mythen der Germanen. ĂŒbersetzt von Julie von Wattenwyl. Verlag Suchier & Englisch, 1974)
âą Francois Xaver Dillmann: Mimir. In: Heinrich Beck, Dieter Geuenich, Heiko Steuer (Hrsg.): Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Band 20, De Gruyter, Berlin / New York 2001, ISBN 3-11-017163-5, S. 38 ff.
âą Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie (= Kröners Taschenausgabe. Band 368). 3., völlig ĂŒberarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X.
Weblinks
âą Wo Odin sich Rat holt â eine AnnĂ€herung an Mimir
Einzelnachweise
cite-note-11. â Simek 2006, S. 280 ff.
cite-note-22. â Lieder-Edda: VöluspĂĄ 27 f., 46 (Zitation der Lieder-Edda nach Arnulf Krause: Die Götter- und Heldenlieder der Ălteren Edda. Reclam, 2004, ISBN 3-15-050047-8). [= Ăbersetzung nach Karl Simrock: Die Edda. 1851, Wöluspa 21 f., 31, 47]
cite-note-33. â Lieder-Edda: VöluspĂĄ 28 [= Simrock 21 f.].
cite-note-le46-44. â Lieder-Edda: VöluspĂĄ 46 [= Simrock 47].
cite-note-55. â Prosa-Edda: Gylfaginning 15, 51 (Zitation der Prosa-Edda nach Arnulf Krause: Die Edda des Snorri Sturluson. Reclam, 1997, ISBN 3-15-000782-8) [= Simrock 15, 51].
cite-note-66. â Ăbersetzung nach Karl Joseph Simrock: Die Edda. 1851.
cite-note-77. â Lieder-Edda: SigrdrĂfomĂĄl 14 [= Simrock 14].
cite-note-88. â Heimskringla: Ynglingasaga 4, 7.
cite-note-99. â Schon Jacob Grimm geht von einer Verwandtschaft des Namens mit lateinisch memor und angelsĂ€chsisch minorâ eingedenk, sich erinnerndâ aus. (Jacob Grimm: Deutsche Mythologie. 3 BĂ€nde. 1875-78. Neuauflage: Marix, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-86539-143-8, Band 1, S. 315) â Simek (a.o.O.) ĂŒbersetzt mit âder Erinnerer, der Weiseâ, verwandt mit lateinisch memor.
cite-note-1010. â Gerhard Köbler: Indogermanisches Wörterbuch. 5. Auflage. 2014, Stichwort: *smer- (online).
cite-note-1111. â Mimir ist verwandt mit norwegisch meima âmessenâ und steht mit Messen und Reflektieren im Zusammenhang. (Dillmann 2001, S. 42) â Ström stimmt der Herleitung Friedrich Detters aus indogermanisch *mer- zu, verwandt mit norwegisch meima und angelsĂ€chsisch mÄmrian und kommt zu einer Verbindung mit dem nordischen Schicksalsbegriff mjÇ«tudr âdas Gemesseneâ. (Ă
ke Viktor Ström, Haralds Biezais: Germanische und Baltische Religion. Kohlhammer, Stuttgart 1975, ISBN 3-17-001157-X, S. 253 f.)
cite-note-1212. â Dillmann 2001, S. 38 ff.
cite-note-1313. â Vgl. Wolfgang Golther: Handbuch der germanischen Mythologie. Hirzel, Leipzig 1895. Neuauflage: Marix, Wiesbaden 2004, ISBN 3-937715-38-X, S. 216.
cite-note-1414. â Ăbersetzung nach Arnulf Krause: Die Götter- und Heldenlieder der Ălteren Edda. Reclam, 2004, S. 65 [= Simrock 141].
cite-note-di42-1515. â Dillmann 2001, S. 42.
cite-note-1616. â Lieder-Edda: GrĂmnismĂĄl 25 [= Simrock 25].
cite-note-1717. â Lieder-Edda: FjölsvinnsmĂĄl 19â22 [= Simrock 19â22]
cite-note-1818. â Derolez 1959, S. 274 â John Lindow: Handbook of Norse Mythology. USA 2001, ISBN 1-57607-217-7, Stichwort: Mimir. Lindow aber nur unter der Voraussetzung, dass Mimameidr = Yggdrasil.
cite-note-1919. â Prosa-Edda: Gylfaginning 53. Altnordisch hodd heiĂt âGold, Schatzâ: Gerhard Köbler: Altnordisches Wörterbuch. 2. Auflage. 2003, Stichwort: hodd. (online) (Memento des Originals vom 12. April 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/homepage.uibk.ac.at
cite-note-2020. â Lieder-Edda: VafĂŸrĂșðnismĂĄl 45 [= Simrock 45], Prosa-Edda: Gylfaginning 53 [= Simrock 53].
cite-note-2121. â Derolez 1959, S. 271. â Ă
ke Viktor Ström, Haralds Biezais: Germanische und Baltische Religion. Kohlhammer, Stuttgart 1975, ISBN 3-17-001157-X, S. 254.
cite-note-2222. â Lieder-Edda: HĂĄvamĂĄl, 138 f. [= Simrock 139 f.]
cite-note-2323. â Dillmann 2001, S. 41. â Mit demselben Ergebnis: Simek (a.o.O.)
cite-note-2424. â Eyrbyggia saga, Kapitel 43; Ăorsteins ĂŸĂĄttr bĂŠjarmagns, Kapitel 9.
cite-note-2525. â Eduard Neumann, Helmut Voigt: Germanische Mythologie. In: Hans Wilhelm Haussig, Jonas Balys (Hrsg.): Götter und Mythen im Alten Europa (= Wörterbuch der Mythologie. Abteilung 1: Die alten Kulturvölker. Band 2). Klett-Cotta, Stuttgart 1973, ISBN 3-12-909820-8, S. 70.
cite-note-da77-2626. â Davidson 1988, S. 77.
cite-note-2727. â Vgl. Dillmann 2001, S. 41.
cite-note-2828. â Hanns BĂ€chtold-StĂ€ubli (Hrsg.): Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Band 1, S. 638.
cite-note-2929. â Vgl. Wolfgang Golther: Handbuch der germanischen Mythologie. Hirzel, Leipzig 1895. Neuauflage: Marix, Wiesbaden 2004, ISBN 3-937715-38-X, S. 420.
cite-note-duden-mond-3030. â Duden: Das Herkunftswörterbuch. 2. Auflage. 1989, Stichwort: Mond.
cite-note-3131. â Wolfgang Golther: Handbuch der germanischen Mythologie. Hirzel, Leipzig 1895. Neuauflage: Marix, Wiesbaden 2004, ISBN 3-937715-38-X, S. 420. â Eduard Neumann und Helmut Voigt: Germanische Mythologie. 1973, S. 71.
cite-note-3232. â Vgl. Wolfgang Golther: Handbuch der germanischen Mythologie. Hirzel, Leipzig 1895. Neuauflage: Marix, Wiesbaden 2004, ISBN 3-937715-38-X, S. 227, 420. â Eduard Neumann und Helmut Voigt: Germanische Mythologie. 1973, S. 71.
cite-note-3333. â Dillmann 2001, S. 41 f.